Entstehung und Geschichte


Wilhelm Ernst Barkhoff steht am Anfang der Geschichte des Schepershofes. Er sah in der Schaffung einer neuen Landbaukultur eine gesellschaftlich-öffentliche Notwendigkeit angesichts des Niedergangs des konventionellen Landbaus und seiner rasanten Industrialisierung.


 


 Menschheit und Erde bedingen sich gegenseitig.
Die Früchte der Erde erzeugen als Nahrung
die Reproduktionskräfte - das Leben - der Menschen.
Die Tätigkeit des Menschen erzeugt
die Reproduktionskraft - das Leben - der Erde.

Das bewusste Gestalten dieses Zusammenhangs
nennen wir Landwirtschaft.
Für den physischen Menschen ist
landwirtschaftliche Arbeit existenzielles Verhalten.
Ihr Vollzug ist Leben von Erde und Mensch.

Eine freie Gesellschaft zeichnet sich dadurch aus,
dass jeder Mensch seine Existenz unmittelbar schaffen kann.
Anders ist Freiheit als Wirklichkeit nicht möglich.

Moderne Landwirtschaft wird deshalb so gestaltet sein müssen,
dass jeder seine Nahrung selbst erzeugen kann -
wenn er will - oder an ihrer Produktion so beteiligt ist,
dass er jederzeit auf sein tägliches Brot
den unmittelbaren Zugriff haben könnte,
wenn er wollte.

Wilhelm Ernst Barkhoff



Ein Initiativkreis aus einigen Lehrern und Eltern der Christian-Morgenstern-Schule Wuppertal und Menschen aus dem Umkreis der GLS Gemeinschaftsbank Bochum machte sich auf die Suche nach geeigneten Konzepten, neuen Formen und vor allem nach Landwirten und Höfen.

Geschichte


Im Jahre 1978 wurde der damals ganz und gar heruntergewirtschaftete Schepershof erworben mit Mitteln aus einer Stiftung. Es wurde der Gemeinnützige Verein Schepershof gegründet, der noch im selben Jahr Eigentümer des Hofes wird. So wurde der Boden herausgenommen aus Verkauf und Spekulation und überführt in gemeinnütziges Eigentum. Ziele des Vereins sind die biologisch-dynamische Landwirtschaft in Verbindung mit sozialtherapeutischen und kulturellen Aufgaben sowie forschende, aus- und weiterbildende Initiativen.

Eine Landwirtschaftsgemeinschaft bildete sich aus engagierten Menschen, meist Städtern, die zusammen mit den Vereinsmitgliedern den Betrieb und die Landwirte in ihrer Arbeit fördern und begleiten und bereit waren und auch noch sind, sich dafür auch wirtschaftlich zu engagieren:

"Landwirtschaft geht jeden an!"

Es hat sich nicht alles verwirklichen lassen, was sich die Visionäre und Idealisten damals erträumten, aber es wird heute auf dem Hof etwas sichtbar von dem, was W.E. Barkhoff öfters äußerte:

"Ihr musst den schönsten Hof anstreben!"


2007